WN: Langer Atem und schnelle Bälle Drucken E-Mail
Geschrieben von: Daniel Brinkmann   
Sonntag, den 19. Juni 2011 um 21:15 Uhr

Langer Atem und schnelle BälleMünster - Wie anstrengend ein Ballwechsel beim Squash sein kann, weiß jeder Hobbyspieler, der schon einmal auf einem Court stand. Zwar beträgt die Dauer im Durchschnitt nur 20 bis 30 Sekunden, doch sind Laufpensum und Krafteinsatz bei Ballgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern in der Stunde dabei enorm. Bei den 20. Münster Open im Sportcenter an der Borkstraße am Wochenende bewiesen besonders zwei Spieler diesbezüglich herausragendes Stehvermögen.

Simon Wolter und Dustin Eickhoff lieferten sich in der zweiten Runde des so genannten „Five-Shout-Out“ - Sieger ist hier der Spieler, der zuerst mit mindestens zwei Zählern Unterschied fünf Punkte erreicht - ein unglaubliches Marathonmatch. Die zehn Ballwechsel beim 6:4-Erfolg von Wolter dauerten sage und schreibe 36 Minuten. „Das war schon ein absolutes Highlight, was die beiden da geboten haben“, kam Stefan Brinkmann aus dem Organisationskomitee des Turniers auch am Tag darauf nicht aus dem Staunen heraus. Dass Wolter später im Finale Christian Wucherer mit 3:5 unterlag, verkam quasi zur Nebensache.

Überhaupt war die von Squashboard Münster organisierte Veranstaltung ein großer Erfolg. Mit 120 Meldungen wuchs die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Drittel - ein schönes Lebenszeichen der zuletzt kränkelnden Sportart. „Wir wollen das nicht überbewerten und jetzt eine Trendwende herbeireden, aber ein positives Signal ist das auf jeden Fall“, so Brinkmann. Besonders die Tatsache, dass neben den Konkurrenzen der Herren, Damen und Senioren auch ein Starterfeld bei den Jugendlichen zustande kam, sorgte für große Freude bei den Organisatoren. Diese wurde noch größer, nachdem Lokalmatador Alexander Holle hier für den einzigen Titelgewinn aus Münsteraner Sicht sorgte.

Ein Meister seines Fachs: Alexander Holle

Ein Meister seines Fachs: Alexander Holle vom Squashborard Münster.
Der 16-Jährige nutze den Heimvorteil und sicherte sich in einem hochklassigen Finale den Sieg in der Konkurrenz der Jufgendlichen.
Foto: (Wilfried Hiegemann)

In einem hochklassigen Finale setze sich der 16-Jährige gegen das erst 11-jährige polnische Supertalent Maximilian Kierszka mit 3:2 Sätzen durch. „Das ist natürlich richtig geil hier in eigener Halle zu gewinnen“, jubelte Holle, der anschließend zugab, den Gegner unterschätz zu haben. „Der ist einfach noch so klein, dass ich es anfangs zu locker genommen habe. Aber dafür ist er einfach zu gut.“

Über ein Preisgeld von 500 Dollar durfte sich André Haschker freuen. Der Topgesetzte aktuelle Deutsche Mannschaftsmeister aus Worms gewann die Herrenkonkurrenz souverän ohne Satzverlust. Im Endspiel setzte er sich gegen den an zwei gesetzten Hamborner Raphael Kandra durch. Bei den Damen verteidigte Maren Pisch nach einem 3:2-Sieg gegen Sharon Sinclair im Finale ihren Titel.

Bericht der Westfälischen Nachrichten - VON YILMAZ SANLI

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 19. Juni 2011 um 21:28 Uhr
 

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Turnier Fakten

Bei den Damen gelang Eva-Maria Brauckmann (2002, 2003), Simone Korell (2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009) und Maren Pisch (2010, 2011) jeweils die Titelverteidigung im folgendem Jahr.

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