MS-Open 1992

Alle Vor- und Nachberichte sowie Pressemitteilungen der MS-Open 1992

Alle Vor- und Nachberichte sowie Pressemitteilungen der MS-Open 1992

Mittwoch, 27 Januar 2010 23:36

Berichte zu den MS-Open 1992

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Nachfolgend findet Ihr alle Turnierberichte zu den MS-Open 1992. Auf dieser Seite listen wir alle Berichte der Westfälischen Nachrichten und Münsterschen Zeitung, sowie Pressemitteilungen vom Squashboard Münster auf.

Bericht: Westfälische Nachrichten21.09.1992
Flotte Sprüche reichten Scheffers nicht zum Sieg

Jochen Arndt und Sabine Schöne gewinnen Häupt-Konkurrenzen

Münster - „Wetten wir um 10.000 Mark, daß ich das Spiel noch gewinne?" Das mutige Angebot von Raimund Scheffers an Jochen Arndt war angesichts eines weiteren Matchballes gegen sich eher trockener Galgenhumor denn echte Kampfansage. Zu dominierend trumpfte Arndt im Endspiel auf. Der aktuelle Dritte der deutschen Squash-Rangliste gewann das Herren-A-Finale des 2. Technoconsult-Computer- Cups gestern Abend klar und deutlich nach nur 42 Minuten mit 3:0 (9:3,9:6,9:4) Sätzen.

Dem humorvollen Niederländer blieben immerhin noch die Sympathien der Zuschauer. Auf originelle Art hatte der Dunkelhäutige immer wieder versucht, die empfindliche Niederlage durch flapsige Sprüche erträglich zu gestalten. Den rund 160 Squash-Fans gefiels; sie verabschiedeten beide Spieler mit tosendem Applaus.

Mit Geld- und Sachpreisen im Wert von 50.000 Mark dotiert, lockte die zweitägige Veranstaltung 250 Teilnehmer in das moderne Sportcenter an der Borkstraße. Zahlreich vertreten natürlich vor allem nationale Spitzenspieler. Schließlich winkten wertvolle Punkte für die, Deutsche Squash-Rangliste. Internationale Cracks komplettierten das Feld. Für Schwedens Nummer zwei, Pieter Sjösten, den Schotten Alasdair Taylor, und Gamal El Amir aus Ägypten, momentan 86. der Weltrangliste, reichte es aber nicht zu einer vorderen Platzierung. Lucas Buit, holländischer Spitzenspieler des 1. Squashclub Münster, mußte geschwächt ebenfalls frühzeitig die Segel streichen. Nach gerade überstandener Virusinfektion war die Nummer 40 in der Welt nicht in der Lage, seine Favoritenrolle auszufüllen.

In der Damen-Konkurrenz gab es ein Duell von hohem Prestigewert. Die deutsche und die finnische Nationalteam waren vollständig anwesend. Im Hinblick auf die demnächst im kanadischen Vancouver stattfinde WM eine optimale Vorbereitung. Kein Zufall, daß sich auch im Damen-A-Finale die Wege der beiden Weltklasse-Mannschaften kreuzten. Sabine Schöne (18) kämpfte Tuula Myllyniemi knapp mit 3:2nieder. Die deutsche Ranglistenerste aus Aufhausen bei München bewies damit schon jetzt ihre Topform. Vielleicht wird die erst 18jährige viermalige deutsche Meisterin ihr oberstes Ziel, die Top Ten der Weltrangliste, schon im nächsten Jahr erreichen.

Sieger beim Squash Technoconsult Cup 1992

Britta Johannsen (Mitte), Siegerin der Damen-B-Klasse, eingerahmt von zwei weiteren Gewinnern: Links Sabine Schöne, Erste der Damen-A-Klasse, rechts Jochen Arndt in der gleichen Konkurrrenz bei den Herren.

Rundum zufrieden zeigten sich auch die Verantwortlichen des veranstaltenden Squashboard Münster. Insgesamt sorgten etwa 600 Squash-Begeisterte an beiden Turniertagen für eine äußerst familiäre Atmosphäre. Während der beiden tollen A-Finals platzte die kleine Tribüne vor dem Court Nummer eins aus allen Nähten. Selbst Pressespecher Tom Ackermann mußte vor dem Ansturm kapitulieren: „Von den Endspielen habe ich kaum etwas gesehen, es gab ja keinen Platz mehr."


Bericht: Münstersche Zeitung21.09.1992
Jochen Arndt sorgt für die Überraschung

Technoconsult-Cup: Sabine Schöne Damensiegerin

Die Damen hielten sich an die Setzliste, bei den Herren sorgte Jochen Arndt für die Überraschung: Beim 2. Technoconsult Computer-Cup feierten die deutschen Squasher einen nicht unbedingt erwarteten zweifachen Sieg in den A-Klassen.

„Wetten wir um 6.000 DM, dass ich noch gewinne?“, forderte der Niederländer Raimond Scheffer im Herren-A-Finale seinen mit 2:0 Sätzen und 8:2 Punkten führenden Gegenüber Jochen Arndt heraus. Der für Ingolstadt spielende Arndt aber ließ sich nicht beirren, triumphierte vor vollbesetzten Rängen im Squash-Center Borkstraße mit 3:0 (9:4, 9:7, 9:4) über den favorisierten Scheffer.

„Ich war eine Woche im Urlaub, das hat mir richtig gut getan“, freute sich Arndt anschließend über diesen doch überraschenden Ausgang. Schließlich war er lediglich an vier gesetzt. Vielleicht profitierte er etwas vom krankheitsbedingten frühen Ausscheiden Lucas Buits. Der für den 1. SQCM spielende und an eins gesetzte Niederländer war mit schwerer Infektion bereits in der zweiten Runde am späteren Halbfinalisten Alasdai Taylor (Schottland) gescheitert.

Jochen Arndt - Überraschungssieger

Abgekämpft: Jochen Arndt überraschte mit seinem Sieg sich und die meisten BEobachter. Foto: BRE

Im Gegensatz zu Arndt, der 6.000 DM Siegprämie kassierte, galt Sabine Schöne von Beginn an als heiße Anwärterin auf die 3.500 DM Prämie für die beste Squash-Frau. Die 18-jährige, die für Landshut in der Bundesliga spielt und die Deutsche Rangliste anführt, marschierte als Topgesetzte zunächst auch locker durch – ehe sie im Endspiel mit der finnischen Nummer eins Tuula Myllyniemi (an zwei gesetzt) auf eine gleichwertige Gegnerin traf.

Die beiden Spitzenspielerinnen der jeweiligen Nationalmannschaften – beide Teams waren vierzehn Tage vor den Weltmeisterschaften in Kanada komplett angetreten und nutzen Münster für einen inoffiziellen Ländervergleich – zeigten im Finale Damensquash vom Feinsten. Während die Finnin durch ungeheure Laufarbeit und scheinbar unendliche Kondition beeindruckte, präsentierte sich Sabine Schöne trotz ihrer jungen Jahre technisch fast ausgereift und behielt im entscheidenden fünften Satz die Nerven. Der Welt-Zwölften, die als größte Schwäche „den mentalen Bereich“ nennt, untermauerte mit diesem Sieg ihre Anwartschaft auf einen Platz in den Top Ten.

Mit mehr als 50.000 DM Geld- und Sachpreisen gehört der 2. Technoconsult Computer-Cup zu den drei höchsten Squash-Veranstaltungen in Deutschland. Schade für die Veranstalter vom Squashboard, dass dieses Turnier mit den Vorbereitungen zur Weltmeisterschaft im Herren-Einzel in Johannesburg kollidierte, was beispielsweise den Start von Deutschlands Top-Spieler Hansi Wiens verhinderte.

Die Organisatoren, die dieses Mal 250 Teilnehmer in zehn Klassen begrüßen konnten, ließen sich durch diesen Wermutstropfen ihren Optimismus nicht verderben. Gestärkt durch Lob von allen Seiten überlegen die Squashboarder laut Pressesprecher Tom Ackermann, möglicherweise schon im nächsten Jahr ein Turnier um Weltranglistenpunkte auf die Beine zu stellen.

Münstersche Squasher konnten in den A-Klassen keine Lorbeeren ernten, dafür kam es bei den B-Damen zu einem reinen SQCM-Finale, das Britta Johannsen klar mit 3:0 Sätzen für sich entschied.

Sabine Schöne - Favoritin

Richtung Top Ten in der Welt: Sabine Schöne wurde in Münster ihrer Favoritenrolle gerecht. Foto: Breloer


Bericht: Westfälische Nachrichten18.09.1992
Lukrative Nachmeldungen beim Technoconsult-Cup in Münster

Münster - Der 2. Technoconsultt-Cup beginnt heute beim ausrichten Squashboard (Borkstraße) mit dem Jugendfeld um 15 Uhr. Gegen 18 Uhr folgen die Herren- E und -D sowie die Damen-D und C-Felder. Leckerbissen sind ab 20 Uhr zu sehen, wenn das Herren-A Qualifikationsfeld seine Spiele aufnimmt. Immerhin geht es hier um den Einzug in das Hauptfeld, das mit 15 000 Mark dotiert ist. Morgen wird das Turnier um 9 Uhr fortgesetzt.

Im Damen-A-Feld hat es noch eine sehr interessante Nachmeldung gegeben. Diefinnische Nummer eins, Tuula Myllyniemi, wird in Münster starten. Die 16. der Weltrangliste wurden von den Organisatoren hinter der mehrfachen deutschen Meisterin Sabine Schöne (Nr. 12) an Nummer- zwei gesetzt. Die nationale Nummer zwei, Daniela Grzenia (Nr. 19), ist die dritte aus den Top 20.

Ab 11 Uhr wird morgen das 32er-Hauptfeld der Herren Klasse A an den Start gehen. Nachgemeldet haben hier Vorjahresfinalist Mark Vocetti (Australien). und Raimund Scheffers (Nr. 1 Niederlande). Die Entscheidungen stehen am Sonntag an.


Bericht: Westfälische Nachrichten15.09.1992
Wertungspunkte und 55 000 Mark Preisgeld locken Spitzen Squasher

Zweite Auflage des Technoconsult Computer-Cups am Wochenende

Münster - Als Bernd Adamaschek erfuhr, daß in der Herren-A-Klasse auch die Verlierer der ersten Runde noch eine Finanzspritze von 50 Mark erhalten, wollte er spontan ummelden. „Sollte ich dann die erste Runde überstehen, wäre ich um 150 Mark reicher. Aber dazu müßte ich meinen Gegner wohl K.o. schlagen." Und das will der Sportwart des 1. Squashclubs Münster natürlich nicht, also bescheidet er sich beim 2. Technoconsult Computer-Cup mit einem Start in der B-Klasse. Von Freitag bis Sonntag wird es im Sportcenter an der Borkstraße hoch hergehen, wenn sich rund 250 Squasher beim drittgrößten deutschen Turnier um Preisgelder in Höhe von 55 000 Mark streiten. Erstmals ist diese Veranstaltung zudem ein Wertungsturnier für die deutsche Rangliste, was den Aktiven zusätzliche Aktivitäten abverlangen dürfte. „Ich bin sicher, daß sich alle ins Zeug legen werden", mutmaßt Oberschiedsrichter Ralf Brandt.

Lucas Buit beim Technoconsult-Cup 1992 am Start

Am Wochenende beim Technoconsult-Cup am Start: Der Niederländer Lucas Buit vom SQC Münster.

Ob alle kommen werden, die letztlich gemeldet haben,, das wird abzuwarten sein. Aber, Organisationsleiter Stefan Brinkmann und Pressereferent Tom Ackermann sind sich ziemlich sicher, daß die meisten Genannten ihre Zusage auch einhalten werden. „Aber einige Paradiesvögel gibt es immer, die bei mehreren Turnieren melden, um dann dort zu starten, wo sie sich das beste Abschneiden ausrechnen."

In Münster war man ursprünglich davon ausgegangen, mit dem kommenden Wochenende einen optimalen Termin erwischt zu haben. Dann aber stellte sich heraus, daß nur eine Woche später in Südafrika ein Großereignis wartet, auf das sich ein kleiner Teil der nationalen Elite bei den Herren konzentrieren wird. Also fehlt in Münster der Titelverteidiger in der Herren-A-Klasse, denn Hansi Wiens hat in Südafrika gemeldet. Im 32er-Feld, das ohne Trostrunde direkt nach dem K.o-Prinzip verkleinert wird, stehen mit Wilfried Bücker, Christian Spindler und Christian Meyer, (alle 1. SQC Münster) drei Lokalmatadoren neben ihrem Zweitliga-Teamkollegen Lucas Buit (Niederlande). Alle vier gehen sicher nicht ganz chancenlos in diesen Wettbewerb, der - trotz Südafrika - von einem Großteil der besten deutschen Squasher bestritten wird.

Bei den Damen (16 Starterinnen) allerdings stellt sich die Titelverteidigerin der starken Konkurrenz. Daniela Grzenia wird dabei besonders auf die nationale Nummer eins und Zwölfte der Weltrangliste, Sabine Schöne, zu achten haben, gegen die sie erst kürzlich glatt mit 0:3 unterlag.

Bei den Herren ist aus Münster alles am Start, was Rang und Namen hat. Das gilt auch für die B-Klasse, wo Ober- bzw. Regionalliganiveau verlangt wird. Als Lokalmatadorin in der A-KIasse bei den Damen muß Simone Korell herhalten, aus Bochum stammend, in Münster studierend und trainierend (Squashboard 81) und für Paderborn spielend. Die deutsche Ranglistenachte freut sich auf dieses hochkarätig besetzte Turnier und den darin eingebauten Ländervergleich zwischen der deutschen und der finnischen Nationalmannschaft. „Ein idealer Test, die Form zu überprüfen".

Initiator und Sponsor Uwe Brettner von der Firma Technoconsult hofft, dieses Turnier als jährlich wiederkehrendes Großereignis in Münster präsentieren- zu können. „Aus dem Bereich der Computerbranche wurden mir spontan viele Geld- und Sachpreise zur Verfügung gestellt. Wenn es der Branche auch in den nächsten Jahren noch gut gehen sollte, dürfte ein Fortbestehen dieses Wettbewerbs garantiert sein."

Freier Eintritt für die Fans, eine Tribüne am Court, eine zusätzliche Übertragung der Finalspiele per Videokamera im Foyer für die verspäteten Zuschauer, eine Fete am Samstagabend. Der Veranstalter hofft, an wirklich alles gedacht zu haben, um ein sportlich und organisatorisch hochkarätiges Turnier auf die Beine gestellt zu haben. Freitags wird von 14 bis 22 Uhr und samstags von 10 bis 20 Uhr gespielt; am Sonntag läuft das Turnier von 10 Uhr bis zu den Finalspielen, die um 15 Uhr (Damen) und 16 Uhr (Herren) beginnen sollen. Die Siegerehrung wurde auf 18 Uhr angesetzt.

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" Bei den Herren konnten Christian Spindler (2002, 2003), André Haschker (2008, 2009) und Tim Weber (2013, 2014 und 2016, 2017, 2018) ihren Titel im Folgejahr bei den MS-Open verteidigen. "

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