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Berichte zu den MS-Open 1992

Alle Vor- und Nachberichte sowie Pressemitteilungen der MS-Open Alle Vor- und Nachberichte sowie Pressemitteilungen der MS-Open

Nachfolgend findet Ihr alle Turnierberichte zu den MS-Open 1992. Auf dieser Seite listen wir alle Berichte der Westfälischen Nachrichten und Münsterschen Zeitung, sowie Pressemitteilungen vom Squashboard Münster auf.

Bericht: Münstersche Zeitung21.09.1992
Jochen Arndt sorgt für die Überraschung

Technoconsult-Cup: Sabine Schöne Damensiegerin

Die Damen hielten sich an die Setzliste, bei den Herren sorgte Jochen Arndt für die Überraschung: Beim 2. Technoconsult Computer-Cup feierten die deutschen Squasher einen nicht unbedingt erwarteten zweifachen Sieg in den A-Klassen.

„Wetten wir um 6.000 DM, dass ich noch gewinne?“, forderte der Niederländer Raimond Scheffer im Herren-A-Finale seinen mit 2:0 Sätzen und 8:2 Punkten führenden Gegenüber Jochen Arndt heraus. Der für Ingolstadt spielende Arndt aber ließ sich nicht beirren, triumphierte vor vollbesetzten Rängen im Squash-Center Borkstraße mit 3:0 (9:4, 9:7, 9:4) über den favorisierten Scheffer.

„Ich war eine Woche im Urlaub, das hat mir richtig gut getan“, freute sich Arndt anschließend über diesen doch überraschenden Ausgang. Schließlich war er lediglich an vier gesetzt. Vielleicht profitierte er etwas vom krankheitsbedingten frühen Ausscheiden Lucas Buits. Der für den 1. SQCM spielende und an eins gesetzte Niederländer war mit schwerer Infektion bereits in der zweiten Runde am späteren Halbfinalisten Alasdai Taylor (Schottland) gescheitert.

Jochen Arndt - Überraschungssieger

Abgekämpft: Jochen Arndt überraschte mit seinem Sieg sich und die meisten BEobachter. Foto: BRE

Im Gegensatz zu Arndt, der 6.000 DM Siegprämie kassierte, galt Sabine Schöne von Beginn an als heiße Anwärterin auf die 3.500 DM Prämie für die beste Squash-Frau. Die 18-jährige, die für Landshut in der Bundesliga spielt und die Deutsche Rangliste anführt, marschierte als Topgesetzte zunächst auch locker durch – ehe sie im Endspiel mit der finnischen Nummer eins Tuula Myllyniemi (an zwei gesetzt) auf eine gleichwertige Gegnerin traf.

Die beiden Spitzenspielerinnen der jeweiligen Nationalmannschaften – beide Teams waren vierzehn Tage vor den Weltmeisterschaften in Kanada komplett angetreten und nutzen Münster für einen inoffiziellen Ländervergleich – zeigten im Finale Damensquash vom Feinsten. Während die Finnin durch ungeheure Laufarbeit und scheinbar unendliche Kondition beeindruckte, präsentierte sich Sabine Schöne trotz ihrer jungen Jahre technisch fast ausgereift und behielt im entscheidenden fünften Satz die Nerven. Der Welt-Zwölften, die als größte Schwäche „den mentalen Bereich“ nennt, untermauerte mit diesem Sieg ihre Anwartschaft auf einen Platz in den Top Ten.

Mit mehr als 50.000 DM Geld- und Sachpreisen gehört der 2. Technoconsult Computer-Cup zu den drei höchsten Squash-Veranstaltungen in Deutschland. Schade für die Veranstalter vom Squashboard, dass dieses Turnier mit den Vorbereitungen zur Weltmeisterschaft im Herren-Einzel in Johannesburg kollidierte, was beispielsweise den Start von Deutschlands Top-Spieler Hansi Wiens verhinderte.

Die Organisatoren, die dieses Mal 250 Teilnehmer in zehn Klassen begrüßen konnten, ließen sich durch diesen Wermutstropfen ihren Optimismus nicht verderben. Gestärkt durch Lob von allen Seiten überlegen die Squashboarder laut Pressesprecher Tom Ackermann, möglicherweise schon im nächsten Jahr ein Turnier um Weltranglistenpunkte auf die Beine zu stellen.

Münstersche Squasher konnten in den A-Klassen keine Lorbeeren ernten, dafür kam es bei den B-Damen zu einem reinen SQCM-Finale, das Britta Johannsen klar mit 3:0 Sätzen für sich entschied.

Sabine Schöne - Favoritin

Richtung Top Ten in der Welt: Sabine Schöne wurde in Münster ihrer Favoritenrolle gerecht. Foto: Breloer

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Turnierfacts

" Tim Weber gewann 2014 das Finale im Herren-A-Feld, obwohl er schon Matchball gegen sich hatte. "