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Berichte zu den MS-Open 2017

Alle Vor- und Nachberichte sowie Pressemitteilungen der MS-Open Alle Vor- und Nachberichte sowie Pressemitteilungen der MS-Open

Nachfolgend findet Ihr alle Turnierberichte zu den MS-Open 2017. Auf dieser Seite listen wir alle Berichte der Westfälischen Nachrichten und Münsterschen Zeitung, sowie Pressemitteilungen vom Squashboard Münster auf.

Bericht: Westfälische Nachrichten12.06.2017
WN: Herr im eigenen Haus

Münster - Es ist das einzige Weltranglisten-Turnier in Nordrhein-Westfalen. Die Münster Open hatten auch 2017 einiges zu bieten.

Von Max Keldenich

Jetzt geht es sportlich um alles im Squash-Center an der Borkstraße: Julian Scheipermeier bindet sich entschlossen ein Halstuch um den Kopf, beißt noch einmal in eine Banane und nimmt einen großen Schluck Wasser, ehe er den Court betritt. Beim Finale in der Leistungsklasse B der Münster Open trifft er auf Ali Liaquat. Der Pakistani hat sich schon früh warm gemacht, weil ihn Probleme mit dem Fußgelenk plagen. Bei der Partie geht es zur Sache: Der Münsteraner Scheipermeier behält dabei die Oberhand und gewinnt das Spiel nach den ersten drei Sätzen. Es ist nur eines von vielen Highlights bei den Münster Open, dem einzigen Squash-Weltranglistenturnier in Nordrhein-Westfalen.

Für Scheipermeier ist es ein Heimspiel in gewohnter Umgebung, das er am Ende souverän bestreitet. Bereits seit 13 Jahren holt er mehr oder weniger erfolgreich zum Rückschlag aus. Im Finale versucht er immer wieder, die Bälle an die Seitenwände zu spielen. Ein ums andere Mal bringt er seinen Gegner mit Bällen ins Nick zur Verzweiflung. Dabei prallt der Ball zwischen Seitenwand und Boden und ist für Gegner Ali kaum noch zu erreichen. Dies macht aber nicht das Geheimnis des Erfolgs von Scheipermeier aus, der sein Spiel als lässig und frech charakterisiert. „Wichtig ist, dass man sich auf den Gegner einstellt und seine Schwächen konsequent nutzt“, sagt Scheipermeier. So sieht es auch sein Trainer Ralf Brandt, der Squash gerne mit Schach vergleicht. „Es geht darum, taktisch zu spielen und den Gegner so zu beherrschen“, meint Brandt.

Dies gelingt Scheipermeier im Finale gegen Kontrahent Ali Liaquat eindrucksvoll, der aus der Nähe von Kassel angereist ist. „Ich liebe Squash“, sagt der 18-Jährige, der vor über zwei Jahren als Flüchtling nach Deutschland kam. Der Rückschlag-Sport ist seine Ablenkung vom Alltag und von einem schweren Schicksalsschlag. Ali hat seine ganze Familie in Pakistan verloren. Taliban-Kämpfer töteten seine Eltern, weil sie ihn und seinen Bruder zu Kämpfern ausbilden wollten, was die Eltern jedoch ablehnten. Ali ist froh, in Deutschland zu leben, wo er weiterhin seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen kann. „Squash ist in Pakistan sehr beliebt. Wir haben sogar eigene Schiedsrichter“, erklärt Ali, der sich schon auf sein nächstes Turnier freut.

Heimsieg - Scheipermeier (r.) gab Liaquat im Finale das Nachsehen. Foto: Peter Leßmann

Heimsieg - Scheipermeier (r.) gab Liaquat im Finale das Nachsehen. Foto: Peter Leßmann

Bericht aus den Westfälischen Nachrichten


11.06.2017
Weber Rekordsieger bei den MS-Open

Die letzten Endspiele der MS-Open 2017 sind beendet und alle 159 Spiele wurden ausgetragen. Alle Titelträger bei den Damen und Herren und der Weltmeister im Five Shoot Out wurden geehrt.

Am Samstag wurde das Damenfeld im Sport-Center Borkstrasse ausgetragen, hier konnte sich Stephanie Martins (Hot Socks Mülheim) erstmals in die Siegerliste eintragen. Im Endspiel konnte sich Martins glatt in drei Sätzen gegen die Bielefelderin Nadine Gehring durchsetzen. Auf dem dritten Platz konnte sich Leak Brebeck vom Rainbow Squash Club.

Im Herren-A-Feld trafen der Wormser Tim Weber auf den Tschechen Ondřej Vorlíček im Finale aufeinander, es entwickelte sich ein interessantes Finale, welches Weber schließlich in drei Sätzen für sich gewinnen konnte. Auf Platz drei konnte sich Vorjahres-Finalist Yannis Senkel platzieren.

Bei der Five Shoot Weltmeisterschaft 2017 konnte sich ein neuer Weltmeister in die Siegerliste eintragen. Im vereinsinternen (SC Hasbergen) konnte sich Stephan Gausmann mit 6:5 gegen André Igelbrink durchsetzen.

Siegerbild - Damen MS-Open 2017: Nadine Gehring (Platz 2), Stephanie Martins (Siegerin), Alexandra Barthel (Platz 3)

Damen A
1. Platz Stephanie Martins
2. Platz Nadine Gehring
3. Platz Alexandra Barthel
1. Trost Leah Brebeck

Five Shoot Out
1. Platz Stephan Gausmann
2. Platz André Igelbrink
3. Platz Daniel Brinkmann

Siegerehrung MS-Open 2017: Ondřej Vorlíček (Platz 2 Herren A), Tim Weber (Sieger Herren A), Stephan Gausmann (Five Shoot Out Weltmeister)

Herren A
1. Platz Tim Weber
2. Platz Ondřej Vorlíček
3. Platz Yannis Senkel
1. Trost André Igelbrink

Herren B
1. Platz Julian Scheipermeier
2. Platz Liaquat Ali
3. Platz Ralf Schubert
1. Trost Stephan Milardovic

Herren C
1. Platz Alexander Homrich
2. Platz Dustin Kortmann
3. Platz Jan Mertin
1. Trost Marc Viereck

Herren D
1. Platz Mohamed Harb
2. Platz Markus Remmel
3. Platz Moritz Sowada
1. Trost Rainer Becker

Das knappste Spiel der MS-Open 2017:

Punkte Feld Spieler S 1 S 2 S 3 S 4 S 5 Dauer Zählweise
106 Herren A Joshua van Huet 11 11 11 14 5 49 min PARS 11
Sandro Ehlers 9 5 13 16 11

Das Spiel mit der längsten Spieldauer bei den MS-Open 2017:

Punkte Feld Spieler S 1 S 2 S 3 S 4 S 5 Dauer Zählweise
94 Herren B Rainer Aldinger 11 3 9 13 3 54 min PARS 11
Bert Sperling 6 11 12 11 11

 

Squash Livestreaming bei den MS-Open

Livestream vom Samstag:
https://www.youtube.com/watch?v=ZmxU-V7aSz4

Livestream vom Sonntag:
https://www.youtube.com/watch?v=WWolOPo_X0Y


Bericht: Westfälische Nachrichten10.06.2017
WN: Spitzensport in Käfighaltung

Münster - Der Squash führt in der deutschen Sportlandschaft ein unauffälliges, aber quicklebendiges Nischendasein - auch in Münster. Einmal im Jahr spielen die Boarder bei den Münster Open um Ligapunkte. An diesem Wochenende ist es wieder so weit.

Man spürt es selten, aber der Rückschlagsport in Käfighaltung lebt – auch in Münster schickt das Squashboard an der Borkstraße seine Teams Jahr für Jahr unverdrossen in den Kampf um Ligapunkte. Einmal im Jahr treten die heimischen Squasher aus ihrer Wohlfühlzone ins Rampenlicht und bitten die nationale Spitze zu den offenen Münster Open auf die Courts an der Borkstraße – immer wieder zuverlässig organisiert vom Organisatoren-Trio Daniel und Stefan Brinkmann sowie Ralf Brandt.

An diesem Wochenende ist es wieder so weit – und sehr zur Freude der Veranstalter ohne die übermächtige Sommerkonkurrenz vom König Fußball, „Endlich mal keine EM oder WM. Dann können sich die alle Spieler auch richtig reinhängen ohne was zu verpassen“, stellt Brandt fest, der mit seinen Mitstreitern auf 25 Jahre Turniererfahrung zurückblickt.

Die Spiele seien in allen Klassen im Niveau gestiegen, so Brandt. „Mit 80 Teilnehmern stehen wir in NRW an erster Stelle, wenn es um die Vergabe von Ranglistenpunkte auf Landesebene geht“, freut sich Brinkmann. Die Organisatoren haben auch dieses Mal wieder alles versucht, um dem Sport mit dem schnellen Gummiball einen würdigen Rahmen zu verleihen: neu im Programm ist der Video Live Stream vom Centercourt.

Im Herren A-Feld ist der Wormser Tim Weber, derzeitig Vierter der nationalen Rangliste, an Position Eins gesetzt. Gefolgt von Johannes Dehmer-Saelz (Maintal). Der 18-Jährige will die MS-Open zur sportlichen Weiterentwicklung nutzen und peilt das Finale an. An Position drei und vier folgen Christian Wucherer vom Sportwerk Hamburg und Sandro Ehlers aus Frankfurt.

„Auch im B-Feld wird sicherlich ein Regionalliganiveau erforderlich sein, um auf dem Siegertreppchen zu stehen“, ist sich Daniel Brinkmann sicher. Mit den Münsteranern Julian Scheipermeier, Dirk Felder, Nicolas Schiffer, Peter Ruß, Andreas Müller, Julian Scheipermeier, Andreas Kaulfuß, Christian Meyer und Alexander Holle haben neun Boarder gemeldet. Die Setzliste wird angeführt vom Bochumer Frank Günther und dem Dortmunder Stephan Milardovic. „Ein heißer Anwärter auf den Titel in diesem Feld ist der Vorjahressieger André Igelbrink aus Hasbergen, der auch in diesem Jahr wieder an den Start geht“, so Brandt.

Im C-Tableau finden sich Squasher aller Spielstärken wieder. Mit Jan Mertin und David Bomas und Tom Meyer wollen drei Squashboarder versuchen erste Ranglistenpunkte zu sammeln. Nur Spieler mit der Spielstärke „Hobby“ haben in der D-Kategorie gemeldet. Fast alle kommen aus Münster. In der Damenkonkurrenz sind Spielerinnen aus der Regionalliga zu finden.

Natürlich wird auch in diesem Jahr wieder die Squash-Speed-Variante Five Shoot Out angeboten. Das Turnier im Turnier hat sich mehr als etabliert. Los geht es am Samstag ab 9.30 Uhr, Sonntag ist erster Aufschlag um 10 Uhr.

Viele Wände, aber keine Grenzen: Squash vom feinsten präsentierten im Vorjahresfinale der Münster Open Weber und Senkel.

Viele Wände, aber keine Grenzen: Squash vom feinsten präsentierten im Vorjahresfinale der Münster Open Tim Weber und Yannick Senkel. Foto: Squashboard


08.06.2017
Der Westfalenklassiker mit PSA-Wertung ist das „Münster verwöhnt“ der Gummiballartisten

Vorjahressieger Tim Weber führt die Setzliste an

Von Ralf Brandt

„Endlich mal keine Fußball EM oder WM. Dann können sich die alle Spieler auch richtig reinhängen ohne was zu verpassen! Das ist die erste Stellungnahme der Organisatoren Daniel und Stefan Brinkmann und Ralf Brandt. Diese wissen es nicht nur am Besten, sondern „können sich auch auf die interne Statistik verlassen – ihre mehr als 25 jährige Erfahrung“, schmunzelt Ralf Brandt.

Die Spiele sind in allen Klassen im Niveau gestiegen.

„Mit 80 Teilnehmern stehen wir in NRW an erster Stelle, wenn es um die Vergabe von Ranglistenpunkte auf Landesebene geht“, freut sich Stefan Brinkmann. Die Organisatoren haben auch dieses mal wieder alles versucht, um dem Sport mit dem schnellen Gummiball einen würdigen Rahmen zu verleihen: neu im Programm der Video Live Stream vom Centercourt.

Im Herren A-Feld ist der Wormser Tim Weber, derzeitig Vierter der nationalen Rangliste an Position Eins gesetzt. Gefolgt vom Maintaler Johannes Dehmer-Saelz. Der 18 Jährige hessische Jugendliche will die MS-Open zur sportlichen Weiterentwicklung nutzen und peilt das Finale an. An Position drei und vier folgen Christian Wucherer vom Sportwerk Hamburg und Sandro Ehlers aus Frankfurt.

„Auch im B-Feld wird sicherlich ein Regionalliganiveau erforderlich sein, um auf dem Siegertreppchen zu stehen“, ist sich Daniel Brinkmann sicher. Mit den Münsteranern Julian Scheipermeier Dirk Felder, Nicolas Schiffer, Peter Ruß, Andreas Müller, Julian Scheipermeier, Andreas Kaulfuß, Christian Meyer und Alexander Holle haben neun Boarder für das Turnier gemeldet. „Wir sind gespannt wie sich unsere Jungs schlagen“, so Stefan Brinkmann. Die Setzliste wird angeführt vom Bochumer Frank Günther und dem Dortmunder Stephan Milardovic. „Ein heißer Anwärter auf den Titel in diesem Feld ist natürlich der Vorjahressieger André Igelbrink aus Hasbergen, der auch in diesem Jahr wieder an den Start geht“, so Brandt.

Im C Tableau finden sich Squasher aller Spielstärken wieder. Mit Jan Mertin und David Bomas und Tom Meyer wollen drei Squashboarder versuchen erste Ranglistenpunkte zu sammeln. Nur Spieler mit der Spielstärke „Hobby“ haben in der D-Kategorie gemeldet. Diese kommen fast alle aus Münster.

In der Damenkonkurrenz sind Spielrinnen aus der Regionalliga zu finden. Hier dürfen sich Nadine Gehring (Bielefeld), Leah Brebeck (Wuppertal) und Alexandra Barthel (Eschweiler) und Stephanie Martins (Mülheim), Hoffnung auf den Titel machen.

Natürlich wird auch in diesem Jahr wieder die Squash-Speed-Variante Five Shoot Out angeboten. Das Turnier im Turnier hat sich mehr als etabliert. Innerhalb von fünf Gewinnpunkten – so lange dauert ein Spiel – kann alles passieren. Ein großes Feld, alle Leistungsklassen zusammen und der mehrfache Sieger Christian Wucherer und sein größter Herausforderer Dustin Eickhoff garantieren für Squash auf höchstem Niveau.

Da die A- und B- und C- Konkurrenz mit 16 Teilnehmern die größten Turnierfelder sind, werden die Spieler am Samstag ab ca. 9.30 Uhr mit ihren Spielen im Sportcenter an der Borkstrasse beginnen. Weiter geht es dann am Sonntag ab ca. 10.00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr.

Foto: Tim Weber im Vorjahresendspiel gegen Yannis Senkel

 

Siegerbild MS-Open 2016: Christian Wucherer (Five Shoot Out Weltmeister), Tim Weber (Sieger Herren A), Yannis Senkel (Finalist Herren A))

Foto: Siegerbild MS-Open 2016: Christian Wucherer (Five Shoot Out Weltmeister), Tim Weber (Sieger Herren A), Yannis Senkel (Finalist Herren A)

Alles über das Turnier erfahren Sie auch im Netz unter www.msopen.de

Mit freundlichen Grüßen,

Ralf Brandt

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Turnierfacts

" Das knappste Spiel der MS-Open war die Begegnung zwischen Hartmut Römer und Ewald Röhm mit 84 Punkten (9:7, 8:10, 7:9, 10:9, 6:9) [bei Englischer Zählweise]. "