Menu

Berichte zu den MS-Open 2012

Alle Vor- und Nachberichte sowie Pressemitteilungen der MS-Open Alle Vor- und Nachberichte sowie Pressemitteilungen der MS-Open

Nachfolgend findet Ihr alle Turnierberichte zu den MS-Open 2012. Auf dieser Seite listen wir alle Berichte der Westfälischen Nachrichten und Münsterschen Zeitung, sowie Pressemitteilungen vom Squashboard Münster auf.

Bericht: squash = squashnet19.06.2012
squashnet: Kandra und Brinkmann verderben Haschker die Party!

Das Ergebnis des Herren-A-Finales nahm einen anderen Ausgang als im letzen Jahr, als sich André Haschker (Bild li) gegen den „Neupaderborner“ Raphael Kandra (Bild re) 3:0 durchsetzte. Auch in diesem Jahr standen die beiden Nationalspieler im Finale. Diesmal konnte Kandra das Finale mit 3:1 für sich entscheiden. Er verhinderte somit den vierten Titel des Wormsers und trug sich selbst zum ersten Mal in die Siegerliste der MS-Open ein.

Zum kompletten Artikel


Bericht: Westfälische Nachrichten19.06.2012
WN: Ordnung im Spind

Münster Open: Dominik Brinkmann sichert sich WM-Titel in einer ungewöhnlichen Squash-Disziplin

Münster - Der elfjährige Dominik Brinkmann ist neuer Squash-Weltmeister. In einem packenden Wettbewerb schlug er zur großen Überraschung aller Zuschauer auch renommierte Weltranglistenspieler der Herren-A-Klasse. Allerdings ist er Weltmeister im sogenannten Spindschießen, einer vom Squashboard Münster eigens erfundenen Spezialdisziplin im Squashsport, bei der der Ball aus bestimmten Abstand in einen handelsüblichen Spind versenkt werden muss. Für Unterhaltung und Spaß war also gesorgt bei den Münster Open 2012, die von allen Seiten für die hervorragende Organisation durch das Team um Stefan Brinkmann gelobt wurden.

Siegerfoto: Haschker, Ibele, Kandra (v.l.n.r)

Kandra (rechts): Bugsierte nicht den Ball in den Schrank, sondern konnte dort die Siegertrophäe der Herren-Konkurrenz platzieren.

Weltmeister darf sich auch Ralf Ibele nennen, denn er gewann einen weiteren in Münster entwickelten Wettbewerb: das Five-Shoot Out. Im Gegensatz zur klassischen Variante endet das Spiel nach einem Satz und bereits nach fünf Punkten. Dafür kann nur bei eigenem Aufschlag ein Punkt erzielt werden. "Diese Innovation haben wir eigentlich nur zum Vergnügen ausprobiert. Aber bei den Spielern waren unsere neuen Spielvarianten so beliebt, dass wir einen richtigen Wettbewerb daraus gemacht haben", zeigte sich Ralf Brandt vom Squashboard Münster stolz auf die Kreativität seiner Vereinsmitglieder.

Ernsthaft zur Sache ging es bei den Münster Open allerdings auch, schließlich besitzt das Turnier PSA-Status, der zur Vergabe von Weltranglistenpunkten berechtigt. So fanden sich vor allem im Starterfeld der Herren einige prominente Namen: Die Nationalspieler André Haschker und Raphael Kandra, die die Plätze drei und vier der deutschen Rangliste belegen, und Tim Weber ebenfalls Vollprofi, zeigten den Rest des Feldes die Grenzen auf.

Das Damenfeld fiel bei der Prominenz zwar etwas ab, dafür konnten sich die beiden Lokalmatadorinnen Nicole Wilp und Andrea Tüschen ins Halbfinale vorkämpfen. Siegerin Lisa Seidensticker war aber auch vom münsterschen Duo nicht aufzuhalten und konnte das Damen-A-Turnier für sich entscheiden.

Bei den Herren realisierte sich dagegen das Traumfinale. André Haschker, der mehrmals pro Woche in Münster trainiert, obwohl er die Bundesligasaison mit Worms bestreitet, konnte im Halbfinale Tim Weber in vier Sätzen niederringen und traf im Finale auf Raphael Kandra, dem er bei den deutschen Meisterschaften im Spiel um Platz drei knapp unterlag. Haschker lieferte einen bravourösen ersten Satz (11:8). "Das war stark, aber danach haben sich ein paar Flüchtigkeitsfehler eingeschlichen", analysierte Coach Brandt. "André hatte ein hartes Halbfinale hinter sich. Davon habe ich sicherlich profitiert", gab sich Finalgegner Raphael Kandra bescheiden, der immer besser zu seinem Spiel fand und am Ende mit 11:8, 8:11, 8:11, 5:11 gewann. Haschker zeigte sich als fairer Verlierer: Keine Diskussion: Der bessere Spieler hat heute gewonnen. Aber für mich geht es weiter." Denn zwei große Ziele hat sich Haschker gesetzt: "Einen Platz unter den Top 100 der Weltrangliste und das Finale der deutschen Meisterschaften".

Bericht der Westfäliischen Nachrichten


Bericht: Münstersche Zeitung18.06.2012
MZ: Kandra packt Haschker im dritten Anlauf

Squash: Nationalspieler gewinnt MS-Open

Münster - Im dritten Versuch hat er es geschafft. Squash-Nationalspieler Raphael Kandra gewann am Sonntag die MS-Open. In der Neuauflage des Vorjahresfinales setzte er sich gegen Titelverteidiger André Haschker mit 8:11, 11:8, 11:8 und 11:5 durch.

Raphael Kandra (r.) gelang die Finalrevanche gegen seinen Nationalmannschaftskollegen André Haschker (l.).

Raphael Kandra (r.) gelang die Finalrevanche gegen seinen Nationalmannschaftskollegen André Haschker (l.).

Für den 21-Jährigen, der ab kommender Saison für den Paderborner SC in der Bundesliga spielt, war es die dritte Teilnahme an Münsters offenen Stadtmeisterschaften. 2009 hatte er gegen Haschker im Halbfinale verloren, 2011 im Endspiel. Nun gelang es Kandra, den acht Jahre älteren Nationalmannschaftskollegen zu bezwingen.

Der Titelverteidiger erwischte den besseren Start, entschied den ersten Satz für sich. Nachdem Kandra ausgeglichen hatte, lag Haschker im dritten Durchgang schon mit 8:5 vorne, bevor sein Herausforderer eine Serie von sechs Punkten startete - es war der Knackpunkt des Spiels. Haschker gestaltete den vierten Satz zunächst noch ausgeglichen, ehe Kandra erneut in Serie punktete.

"Ich habe gemerkt, dass André müde wurde, das habe ich ausgenutzt und viel nach vorne gespielt", erklärte der Sieger seine Taktik. Haschker hatte zuvor im Halbfinale gegen den späteren Dritten und Bundesliga-Teamkollegen Tim Weber von Black&White Worms schon ein schweres Vier-Satz-Spiel absolviert. Der Vorjahressieger machte jedoch keine Ausreden: "Raphael war der bessere Spieler", erklärte der Unterlegene.

Seidensticker beste Frau

Im Gegensatz zu den stark besetzten Herren-Feldern mit insgesamt 84 Teilnehmern fiel die Resonanz bei den Damen gering aus: Nur sechs Frauen bewarben sich um den Titel. Lisa Seidensticker vom Floppy's SC Bielefeld setzte sich schließlich gegen Stephanie Martins (SCR Köln) durch. "Wir wollen uns zum nächsten Jahr etwas einfallen lassen, wie wir die bundesweit rückläufigen Tendenz bei den Damen entgegenwirken können", so Organisator Ralf Brandt vom Squashboard Münster. Großer Andrang (52 Meldungen) herrschte dafür wieder beim Five-Shoot-Out Turnier. Aus der sechsten Auflage ging der Dortmunder Ralf Ibele als Sieger hervor.

Bericht der Münsterschen Zeitung - jac


Bericht: Münstersche Zeitung18.06.2012
MZ: Ein Weltmeister, der kein Training braucht

MÜNSTER Der Weg an die Weltspitze kann kurz sein: Untrainiert und nach halbstündigem Wettkampf ist Dominik Brinkmann seit Samstag offiziell der erste Weltmeister im Spindschießen.

Der elfjährige Weltmeister Dominik Brinkmann. (Foto: Annette Waschbüsch)

Der elfjährige Weltmeister Dominik Brinkmann. (Foto: Annette Waschbüsch)

Souverän lässt der Elfjährige in der Finalrunde die Konkurrenz hinter sich und bleibt dennoch bescheiden: „Glück gehabt“, sagt der Spindspitzensportler nach dem Blitzturnier im Sport-Centrum in der Borkstraße. Spindschießen-Miterfinder Daniel Nölleke hat das Spielprinzip schnell erklärt: „Ball schlagen, einlochen, sich freuen, Weltmeister werden.“

Vom Zuschauer zum Teilnehmer

Die meisten der gut 30 Athleten sehen an diesem Turniertag zum ersten Mal, wie ein Spindschieß-Wettkampf abläuft. Mitmachen kann jeder, und so werden die meisten Zuschauer dieser Weltpremiere unversehens zu WM-Teilnehmern. Und die bemerken schnell die sportlichen Herausforderungen der neuen Disziplin.

Denn den Ball von der festgelegten Base aus gezielt in den richtigen Spind der roten Blechschrankwand zu bugsieren, verlangt den Sportlern einiges an Nerven und Ballgefühl ab. Kraft und Drall müssen richtig dosiert sein, allzu oft verfehlen die Mitspieler unter dem Gejohle der Konkurrenz ihr Ziel in der Schrankwand. Spaß bringt das Turnier trotzdem.

Jeder Ort ist ein Turnierort

Dass der Blechschrank nicht in der Umkleidekbine steht, wo er eigentlich hingehört, sondern in der Mitte von Court Nummer eins, widerspreche eigentlich der Idee des Spindschießens, sagt Nölleke. „Es geht ja nicht darum, Schränke durch die Gegend zu tragen, sondern darum, die alltägliche Umgebung für das spontane Geschicklichkeitsspiel zu nutzen.“ Egal ob in der Unibibliothek, in der Umkleide oder im Schwimmbad – mögliche Turnierorte sind überall dort, wo die schmalen Blechschränke zu finden sind. „Natürlich immer vorher absprechen“, mahnt Nölleke und grinst.

Doch an diesem Abend geht es nicht ums Prinzip, sondern um den Spaß an der Sache. Und so drücken die Funktionäre des frisch gegründeten Deutschen Spindschieß-Verbands auch ein Auge zu, was die korrekte Turnierkleidung angeht (Plastikschlappen).

Hacke auf der Base lassen

Überhaupt wird das offizielle Regelwerk im Turnierverlauf noch angepasst. „Die Hacke muss immer auf der Base bleiben“, entscheidet Verbandsfunktionär Sebastian Rabertus, der mit dem Klemmbrett in der Hand die Ergebnisse notiert. Für Dominik Brinkmann ist das kein Problem. In der Finalrunde ist der jüngste Sportler der einzige im Teilnehmerfeld, der locker in der Schrank trifft.

Bericht der Münsterschen Zeitung - Von Annette Waschbüsch


Bericht: Westfälische Nachrichten16.06.2012
WN: Squasher auf Spind-Jagd

Münster Open mit kurzweiligen Einlage-Turnier

Münster - "Alle zwei Jahre gibt es immer das Ringen mit den großen Fußballklassikern WM und EM. Dieses Jahr ist wieder so eines, aber mittlerweile haben wir uns darauf eingestellt, dass alle Turnierteilnehmer ihre Spiele absolvieren können, ohne dass sie etwas verpassen", freut sich Turnierorganisator Stefan Brinkmann auf die knapp 100 gemeldeten Aktiven. Wie schon in den Jahren zuvor, findet der Saisonauftakt wieder mit größten Turnier auf Landesebene in Münster statt. Auch im Vergleich zu den Turnieren im Land rangiert der Westfalenklassiker im Wettbewerbsoberhaus.

Erfolgsverwöhnt: Simone Korell (l.) und Eva Brauckmann. (Foto: pp)

Erfolgsverwöhnt: Simone Korell (l.) und Eva Brauckmann. (Foto: pp)

"Das A-Feld hat einen ähnlichen Charakter wie im letzten Jahr. Mit André Haschker und Raphael Kandra haben aktuelle Nationalspieler gemeldet, die noch vor einigen Wochen das deutsche Team zur Bronzemedaille gesquasht haben". An Position drei der Setzliste steht der Neuwormser Tim Weber, gefolgt von dem Hamborner Christian Wucherer. Das Einstiegskriterium für das Feld ist Regionalligaspielstärke.

Auch Münsters Nationalspielerin Eva Brauckmann und Seniorin Simone Korell haben bei den Männern gemeldet, um den Gummiball hinterherzujagen. Während Brauckmann ihre Form, die sie bei der Team EM hatte, bestätigen möchte, ist es für Korell eine Standortbestimmung: In vier Wochen findet in London die WM der Senioren statt. Und hier möchte Simone Korell ihren WM-Titel, den sie vor zwei Jahren errang, verteidigen.

Gleiche Qualität und mit "WM-Flair" wird es im Five Shoot-Out, dem Turnier im Turnier zugehen. Diese Speed-Squash-Variante hat sich mehr als etabliert. Innerhalb von fünf Gewinnpunkten - so lange dauert ein Spiel - kann alles passieren. Ein großes Feld, alle Leistungsklassen zusammen und zwei Weltmeister garantieren für Squash auf höchstem Niveau. Der aktuelle Weltmeister Christian Wucherer führt das Feld an.

Ein Novum feiert die "WM" im Spindschießen. Hier wird von einer Base aus versucht, den Squashball mit dem Schläger in einen Spind zu schießen. Eine Variante aus Minigolf, Billiard und Squash. Der Austragungsort: eine Umkleidekabine. Die Regeln: ganz einfach. Ein Spieler bestimmt einen Spind und den Standort, vom dem aus geschlagen werden soll, die sogenannte Base. "Er bestimmt auch, wie sehr der Spind geöffnet ist und ob Gegenstände darin liegen", erklärt Daniel Nölleke, Miterfinder der Sportart.

Bei der Herren-B-Konkurrenz finden sich die Spieler der Oberliga wieder. Der Zweitplatzierte von 2011, Julian Scheipermeier aus Rheine führt hier die Setzliste an. Sein ewiger Rivale Peter Russ, ebenfalls Rheine und Sieger von 2010 wird wieder versuchen, das Finlae zu erreichen. Markus Havelt, ein Exmünsteraner ist ebenfalls mit von der Partie.

Bericht der Westfälische Nachrichten


Bericht: Münstersche Zeitung16.06.2012
MZ: Nationalspieler schlagen in Münster auf

MÜNSTER Seit 31 Jahren organisiert der 1. Squashclub Münster mit den MS-Open ein Turnier, das in der Szene einen ausgezeichneten Ruf besitzt. Was wohl auch am Ideenreichtum des Teams um Organisator Stefan Brinkmann liegen dürfte. Denn nur Squash ist den Organisatoren offenbar nicht genug. So etablierte Brinkmann die Weltmeisterschaft im Five-Shoot-Out, einer Speed-Variante des Sports, bei der nur fünf Gewinnpunkte ausgespielt werden.

Nationalspieler Raphael Kandra startet an der Borkstraße. (Foto: imago)

Nationalspieler Raphael Kandra startet an der Borkstraße. (Foto: imago)

Bei der Auflage 2012 am Wochenende im Sportcenter an der Borkstraße will Brinkmann eine weitere Erfindung zunächst präsentieren und dann etablieren: die Weltmeisterschaft im Spindschießen – eine Kreuzung aus Minigolf, Billard und Squash.

100 Aktive dabei

Bei aller Kreativität steht aber natürlich beim größten Turnier auf Landesebene weiterhin der klassische Squash-Sport im Vordergrund. Knapp 100 Aktive haben gemeldet. Und auch die Qualität stimmt wieder. Denn mit André Haschker und Raphael Kandra schlagen Nationalspieler auf, die jüngst das deutsche Team zu Bronze bei der EM führten. Sie sind die haushohen Favoriten im Herren-A-Feld, das Aktive von der Bundesliga bis zur Regionalliga aufnimmt.

In dieser Konkurrenz sind auch Münsters Nationalspielerin Eva Brauckmann und Seniorin Simone Korell aktiv. Für letztere sind die MS-Open eine Standortbestimmung – vier Wochen vor der WM ihrer Altersklasse in London. Dort will sie ihren Titel verteidigen.

Jugendliche im Einsatz

Dünn besetzt ist erneut das A-Feld der Damen, was die Siegchancen der Lokalmatadorinnen Nicole Wilp und Andrea Tüschen freilich erhöht. In der Herren-B-Konkurrenz finden sich Spieler aus der Oberliga wieder, in den Kategorien C und D tummeln sich Akteure der unteren Klassen sowie Hobbyspieler. Das Jugend-Feld führen die Münsteraner Baltasar Richter und Tom Meyer an. Gespielt wird am Samstag und Sonntag jeweils ab 10 Uhr.

Bericht der Münsterschen Zeitung - Von Martin Ilgen


Bericht: squash = squashnet14.06.2012
squashnet: Neues aus Münster: Spindschießen!

Am kommenden Wochenende (17./18. Juni) finden die MS-Open zum 27. Mal statt. Trotz Fußball-EM erfreuen sich die MS-Open ungebrochener Beliebtheit. Ob dies an der Turnier-Tradition oder den vielen zusätzlichen Angeboten liegt, die für die Teilnehmer bereitgestellt werden, scheint egal zu sein. Bislang sind knapp 100 Meldungen eingegangen.

Zum kompletten Artikel


Bericht: Münstersche Zeitung15.06.2012
MZ: Münsteraner organisieren Weltmeisterschaft im Spindschießen

MÜNSTER Es ist eine Mischung aus Squash und Minigolf. Ein Ball, ein Schläger, ein Ziel. Nur dass das Ziel ein Spind ist. Spindschießen heißt die neue Sportart aus Münster. Und diesen Samstag finden bereits die ersten Weltmeisterschaften statt. Antreten werden wahrscheinlich nur ein gutes Dutzend Athleten.

Mit einem Fuß auf der Base versucht er den Ball in den Spind einzulochen. (Foto: Alexandra Pipos)

Daniel Nölleke, Miterfinder des Spindschießens, macht es vor: Mit einem Fuß auf der Base versucht er den Ball in den Spind einzulochen. (Foto: Alexandra Pipos)

Der Austragungsort: eine Umkleidekabine. Die Regeln: ganz einfach. Ein Spieler bestimmt einen Spind und den Standort, von dem aus geschlagen werden soll, die sogenannte Base. „Er bestimmt auch, wie sehr der Spind geöffnet ist und ob Gegenstände darin liegen“, erklärt Daniel Nölleke, Miterfinder der Sportart.

Die restlichen Mitspieler müssen nun versuchen von der Base aus den Ball einzulochen. Das ist gar nicht so einfach: „Die Spinde sind meist ein wenig schräg gebaut, sodass der Ball oftmals nicht liegen bleibt“, erklärt Nölleke. Wenn der Ball aus dem Spind fällt, gibt es keinen Punkt. Jeder Spieler hat nur einen Versuch, danach geht es von vorne los. Neuer Spind, neuer Standort.

Überall austragbar

„Ballgefühl, Präzision und Geduld sollte jeder Spieler mitbringen“, sagt Nölleke. Es könnte manchmal dauern bis man den Spind treffe. Beim Schläger und Ball haben die Spieler freie Wahl.

Er selbst spielt bereits seit einigen Jahren Squash. Zusammen mit seinem Mitspieler habe er sich vor sechs Jahren überlegt, das Spiel in die Umkleide zu verlegen. Neben dem sportlichen Aspekt reizt Nölleke, dass Spindschießen überall gespielt werden kann.

„Überall, wo Spinde stehen, wie etwa am Bahnhof oder in der Unibibliothek“. Bis jetzt haben sie nur in den Umkleiden der Sport-Centren in Münster gespielt. Die Reaktionen seien positiv ausgefallen.

Eine Partie zwischendurch

„Wenn manche in die Umkleide kommen und uns spielen sehen, machen sie spontan mit“, sagt Nölleke. Das Spiel dauert unterschiedlich lang. Nölleke hat Partien gespielt, die eine Stunde gedauert haben. Es kann aber auch nur fünf Minuten gehen.

Auch regelmäßiges Training sei nicht notwendig. „Wie spielen es zwischendurch.“ Das sei das Tolle an diesem Sport. „Es ist aber noch alles im Entstehen.“ So legt der Verband, der aus 14 „Spindschützen“ besteht, gerade das Regelwerk fest. „Es ist eine Schnapsidee, die von uns ernsthaft betrieben wird“, sagt Nölleke. Sie haben bereits eine eigene Website und lassen sich gerade als Verein eintragen.

Spinde auf Squash-Spielfelder

An diesem Samstag werden im Sport-Centrum in der Borkstraße die ersten Weltmeisterschaften ausgetragen. Dafür werden Spinde auf die Squash-Spielfelder getragen. Mitmachen kann jeder.

Einen „Traumspind“ hat Nölleke nicht. „Am meisten würde es mich freuen, andere beim Spindschießen zu sehen und zwar in einem absurden Kontext.“ So stellt er sich etwa vor, wie US-amerikanische High-School-Schüler auf ihre mit Justin-Bieber-Aufklebern verzierten Spinde zielen.

Bericht der Münsterschen Zeitung - Von Alexandra Pipos


14.06.2012
Vorjahressieger Haschker wieder am Start. Kandra führt die Setzliste an.
Neue Weltmeisterschaft im „Spindschießen“

„Alle zwei Jahre gibt es immer das Ringen mit den großen Fußballklassikern WM und EM. Dieses Jahr ist wieder so eines, aber mittlerweile haben wir uns darauf eingestellt, dass alle Turnierteilnehmer ihre Spiele absolvieren können, ohne dass sie etwas verpassen“, freut sich Turnierorganisator Stefan Brinkmann auf die knapp 100 gemeldeten Aktiven. Wie schon in den Jahren zuvor, findet der Saisonauftakt wieder mit dem größten Turnier auf Landesebene in Münster statt. Auch im Vergleich zu den Turnieren im Land rangiert der Westfalenklassiker im Wettbewerbsoberhaus.

„Das A-Feld hat einen ähnlichen Charakter wie im letzten Jahr. Mit Andrè Haschker und Raphael Kandra haben aktuelle Nationalspieler gemeldet, die noch vor einigen Wochen das deutsche Team zur Bronzemedaille gesquasht haben“. An Position drei der Setzliste steht der Neuwormser Tim Weber, gefolgt von dem Hamborner Christian Wucherer. Das Einstiegskriterium für das A-Feld ist Regionalligaspielstärke.

Auch Münsters Nationalspielerin Eva Brauckmann und Seniorin Simone Korell haben bei den Männern gemeldet, um den Gummiball hinterherzujagen. Während Brauckmann ihre Form, die sie bei der Team EM hatte bestätigen möchte, ist es für Korell eine Standortbestimmung: In vier Wochen findet in London die WM der Senioren statt. Und hier möchte Simone Korell ihren WM-Titel, den sie vor zwei Jahren errang verteidigen.

Gleiche Qualität und mit „WM-Flair“ wird es im Five-Shoot-Out, dem Turnier im Turnier zugehen. Diese Speed-Squash-Variante hat sich mehr als etabliert. Innerhalb von fünf Gewinnpunkten – so lange dauert ein Spiel – kann alles passieren. Ein großes Feld, alle Leistungsklassen zusammen und zwei Weltmeister garantieren für Squash auf höchstem Niveau. Der aktuelle Weltmeister Christian Wucherer führt das Feld an.

Ein Novum feiert die „WM“ im Spindschießen. Hier wird von einer Base aus versucht, den Squashball mit dem Schläger in einen Spind zu schießen. Eine Variante aus Minigolf, Billard und Squash. Der Austragungsort: eine Umkleidekabine. Die Regeln: ganz einfach. Ein Spieler bestimmt einen Spind und den Standort, von dem aus geschlagen werden soll, die sogenannte Base. „Er bestimmt auch, wie sehr der Spind geöffnet ist und ob Gegenstände darin liegen“, erklärt Daniel Nölleke, Miterfinder der Sportart.

Bei der Herren B Konkurrenz finden sich die Spieler der Oberliga wieder. Der Zweitplatzierte von 2011, Julian Scheipermeier aus Rheine führt hier die Setzliste an. Sein ewiger Rivale Peter Russ, ebenfalls Rheine und Sieger von 2010 wird wieder versuchen, das Finale zu erreichen. Markuss Havelt, ein Exmünsteraner ist ebenfalls mit von der Partie.

„Bei den Damen ist die Teilnehmerzahl leider dünn gesät“, so Brandt. Vorjahressiegerin Maren Piesch konnte leider nicht starten. Aber mit Nicole Wilb und Andrea Tüschen wollen zwei Münsteranerinnen versuchen um den Titel mitzuspielen. Die Vorjahresdritte Stephanie Martins ist allerdings an Position Eins gesetzt und gilt damit als Favoritin.

In den Kategorien Herren C und D wird man an diesem Wochenende Oberliga, Verbandsliga und Landesligaspieler sowie Hobbyspieler antreffen. Hier findet man viele Akteure aus Münster und dem nahem Umfeld.

Das Jugendfeld wird von Münsteranern Baltasar Richter und Tom Meyer angeführt. Jüngste Teilnehmerin ist Olga Kierszka aus Wuppertal mit 13 Jahren

Da die A- und C-Konkurrenz mit knapp 32 Teilnehmern die größten Turnierfelder sind, werden die Spieler am Samstag ab ca. 10.00 Uhr mit ihren Spielen im Sportcenter an der Borkstrasse beginnen. Weiter geht es dann am Sonntag ab ca. 10.00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr.

Alles über das Turnier erfahren Sie auch im Netz unter www.msopen.de

Alles über die neue WM Spindschießen unter www.spindschiessen.de

Mit freundlichen Grüßen,

Ralf Brandt

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Nach oben

Turnierfacts

" Das knappste Spiel der MS-Open war die Begegnung zwischen Hartmut Römer und Ewald Röhm mit 84 Punkten (9:7, 8:10, 7:9, 10:9, 6:9) [bei Englischer Zählweise]. "